Autismus- Beratung und Diagnostik

Moderne Autismus-Diagnostik die Masking berücksichtigt,

Beratung zu autismusspezifischen Themen


Ich biete eine umfassende Autismus-Diagnostik für Erwachsene an und nutze dabei moderne wissenschaftliche Verfahren, die auch Masking bei Frauen  berücksichtigen. 


Zusätzlich erstelle ich ein ausführliches Gutachten, in dem die Diagnostik transparent und nachvollziehbar dargestellt wird.  Die Diagnostik erfolgt unabhängig von Krankenkassen oder Behörden und dient hauptsächlich der eigenen Selbsterkenntnis. Bei Bedarf kann aber das Gutachten an eine ärztliche Praxis weitergegeben werden, die es häufig anerkennt und offiziell bestätigt.


Schwerpunkte meiner psychologischen Beratung sind Unmasking, Burnout-Prävention, Autismus in Kombination mit ADHS und Hochbegabung sowie Autismus bei Frauen. Eigene persönliche Erfahrung in diesen Bereichen fließen dabei in meine Herangehensweise mit ein.

Autismus-Diagnostik für Erwachsene

Vor allem autistische Frauen haben es in Deutschland weiterhin schwer, eine moderne Autismus-Diagnostik durchlaufen zu können, in der Maskingverhalten sowie "Hochfunktionalität"  nicht zum Ausschluss einer Diagnose führen (à la "hält Augenkontakt und hat einen Job, kann keine Autistin sein"). Da ich selbst diese Erfahrung erleben musste, habe ich mich auf die Diagnostik einer bei Frauen typische Präsentation von Autismus spezialisiert.


Für wen ist die Diagnostik geeignet?

Meine umfassende Autismus-Diagnostik für Erwachsene richtet sich an Selbstzahlerinnen, die eine fundierte Diagnose suchen, sei es beispielsweise zur persönlichen Identitätsfindung oder um gezielt ihre Lebensgestaltung zu planen.

Die Diagnostik ist ideal für Erwachsene, die eine vertrauliche Diagnose ohne offiziellen Vermerk bei Behörden wünschen. Besonders Frauen finden bei mir spezialisierte Unterstützung, da sich Autismus bei ihnen häufig schon in der Kindheit anders präsentiert und im späteren Leben durch Masking überdeckt werden kann, was zu Fehldiagnosen oder späten Erkennung führen kann.

 

Diagnostikprozess im Überblick:


  • Erstgespräch und Durchführung des ADOS 2 
    Die diagnostische Untersuchung beginnt mit einem Gespräch zu Ihrer Biografie und einem strukturierten Interview und Beobachtungsbogen (ADOS 2, Modul 4). Bei der Beobachtung berücksichtige ich Masking und eine "weibliche" Präsentation von Autismus (z.B. ist Augenkontakt halten kein Ausschlusskriterium...). Im Interview stelle ich Ihnen Fragen zu Ihrer Kindheit und Jugend (Kindergarten & Schulzeit), und ob Ihnen Erinnerungen Ihrer Eltern an Ihr Verhalten als Baby bekannt sind. Schwerpunkte des Interviews sind zwischenmenschliche Beziehungen sowie Reizwahrnehmung. Im Anschluss an das Anamnesegespräch und Interview vereinbaren wir einen Folgetermin und ich schicke Ihnen die Fragebögen. 


  • Diagnostische Untersuchung mittels Fragebögen
    Es folgt das Bearbeiten wissenschaftlich fundierter Diagnostikinstrumente, die auch u.a. Masking berücksichtigen

    (CAT-Q zum Erfassen von Masking, AQ 50 als zwar männlich geeichter aber allgemein anerkannter Goldstandard und den für Frauen entwickelte GQ-ASC). Die Fragebögen bearbeiten Sie bequem von zu Hause aus. Bei Fragen oder Unklarheiten können Sie sich jederzeit an mich wenden. Anmerkungen und Gedanken zu den Fragebogenitems können Sie auch gerne notieren, Ihre Gedankengänge sind sehr aufschlussreich im Rahmen des Diagnostikprozesses. Die anschließende Auswertung und Interpretation durch mich dauert etwa eine Stunde.


  • Befundbesprechung und Abschlussgespräch 
    Nach der Auswertung der Diagnostikinstrumente erfolgt eine ausführliche Besprechung der Ergebnisse. Ich erläutere die Diagnose im Detail und bespreche mit Ihnen mögliche nächste Schritte, die an Ihre individuelle Situation ausgerichtet sind.


  • Erstellen eines ausführlichen Gutachtens

    Zum Abschluss erhalten Sie ein ausführliches, mindestens fünfzehnseitiges Gutachten, in dem die Ergebnisse der Diagnostik detailliert, transparent und nachvollziehbar dargestellt werden. Es eignet sich sowohl zur persönlichen Orientierung als auch, falls gewünscht, zur Weitergabe an eine hausärztliche oder psychiatrische Praxis, die die Einschätzung in vielen Fällen anerkennt.


Verwendete Methoden:

In der Diagnostik setze ich auf verschiedene wissenschaftlich fundierte und validierte Methoden, darunter moderne Erhebungsinstrumente speziell zur Erfassung von Autismus bei Frauen sowie spezialisierte Fragebögen, die Masking und andere autismusspezifische Merkmale berücksichtigen. Auch die sogenannten "Goldstandards" der klinischen Diagnostik (ADOS 2, AQ 50) kommen zum Einsatz, aber ich bin mir während der Diagnostik bewusst, dass diese beiden Instrumente an Männern geeicht wurden und einige Items kritisch zu betrachten sind.

Ergänzend zu den Fragebögen erfolgt ein ausführliches Gespräch, das eine umfassende Anamnese und Ihre Lebensgeschichte einbezieht. Zusätzlich zu diesen Methoden fließt auch meine persönliche Erfahrung als autistische Psychologin mit kognitiver Hochbegabung und ADHS ein, die es mir zusätzlich zu den Diagnostikinstrumenten ermöglicht, Autismus differenziert zu erkennen.


Kein Elterngespräch nötig, Unterlagen optional:

Eltern befrage ich nicht. Zu häufig sind diese im Gespräch über ihre Kinder nicht objektiv, haben nach den Jahrzehnten die zurückliegen verzerrte Erinnerungen, haben Angst "etwas falsch gemacht" zu haben oder sind z.B. selbst im Spektrum weshalb ihnen ihr Kind auch nicht "seltsam" vorkommt.

Sie könnten aber im Vorfeld ihre Eltern befragen, ob sie:

  • ein "Schreibaby" waren
  • wie ihre Sprachentwicklung war (z.B. sehr früh, sehr spät)
  • ob sie als Kind auf Zehenspitzen gelaufen sind
  • wie ihr Spielverhalten war (z.B. komplexe Szenarien bauen, Dinge nach Kategorien sortieren)
  • ob sie "Wutanfälle" (Meltdowns) hatten
  • wie es mit Freundschaften im Kindergarten aussah.

Unterlagen benötige ich ebenfalls nicht zwingen, aber z.B. alte Grundschulzeugnisse oder alte Freundschaftsbücher können Informationen bieten, die für den Diagnostikprozess nützlich sind. 

 

Kosten:

Mein Stundensatz beträgt 110 EUR in Anlehnung an die Gebührenordnung für Psychotherapeut*innen (GOP).

Die Kosten für den kompletten Diagnostikprozess mit Gutachtenerstellung betragen 800 EUR. 

Bei längerem Gesprächsbedarf können wir gerne zusätzliche Zeit einplanen.

Da ich ohne Kassensitz arbeite, werden die Kosten üblicherweise nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Dafür bietet Ihnen die Selbstzahlung eine vertrauliche Diagnostik ohne offiziellen Vermerk bei Behörden, was z.B.  für das Abschließen von Versicherungen oder im Rahmen einer Verbeamtung von Vorteil sein kann. 

 

Vorteile der Diagnostik:

Ein Vorteil der Diagnostik bei mir ist die Möglichkeit, sie bequem von zu Hause aus durchzuführen. Ohne Anfahrtswege können Sie sich in Ihrem gewohnten Umfeld in Ruhe auf die Inhalte einlassen.

Ein weiterer Vorteil ist die Verwendung moderner Diagnostikinstrumente, die speziell auf die Erkennung von Autismus im Erwachsenenalter abgestimmt sind und auf den neuesten Erkenntnissen der Forschung beruhen. Sie Erfassen Masking als auch das spezifische Erscheinungsbild von Autismus bei Frauen. Zusätzlich lege ich großen Wert auf Ihre persönliche Einschätzung und  Perspektive als  zentralen Bestandteil meiner Diagnostik und nehme Sie ernst.

Aufgrund meines Psychologiestudiums, meiner langjährigen Arbeit mit autistischen Menschen und der eigenen Erfahrung als Autistin mit Intersektionalität biete ich eine Diagnostik, die sowohl wissenschaftlich fundiert als auch nahe an der Lebenswelt autistischer Menschen ist. Ich begleite Sie individuell und gehe auf Ihre persönlichen Fragen und Bedürfnisse ein.

 

Zusammenfassung:

  • Inhalt: Fundierte Autismus-Diagnostik für Erwachsene ab 21 Jahren im Selbstzahlermodell, spezialisiert auf die differenzierte Erkennung von Autismus bei Frauen und Intersektionalität mit Hochbegabung und/oder ADHS.
  • Ablauf: Erstgespräch, diagnostische Untersuchung mit Fragebögen und Interview, Besprechung des Befundes und Erstellen eines Gutachtens. Bei Bedarf kann das Gutachten an eine medizinische Fachpraxis weitergeleitet werden, die die Diagnostik in vielen Fällen offiziell bestätigt (ob und in welchem Umfang Sie dies tun möchten, entscheiden Sie selbst).
  • Methoden: Wissenschaftlich fundierte, moderne standardisierte Tests; Berücksichtigung von Masking und spezifischen Merkmalen bei Frauen.
  • Kosten:  die Gesamtkosten liegen bei 800 EUR .  Die Kosten werden üblicherweise nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
  • Vorteile: Vertrauliche und ausführliche Diagnostik bequem von zu Hause aus ohne Vermerk bei Behörden und somit ohne Auswirkungen auf Versicherungen oder Verbeamtung. Verwendung von wissenschaftlich fundierten, modernen Verfahren zum Erfassen von Masking und Autismus bei Frauen sowie persönliche Erfahrung als Autistin.
  • Kontakt: Für weitere Informationen und zur Terminvereinbarung kontaktieren Sie mich gerne per E-Mail:

    kontakt@fernandez-autismusberatung.de

In einer Welt, die vorwiegend auf die Bedürfnisse der neurologischen Mehrheit ausgerichtet ist, stehen autistische Menschen häufig vor zahlreichen Hürden und Barrieren. Unverständnis, Ausgrenzung, Vorurteile und ein Mangel an passgenauen Unterstützungsangeboten prägen bei vielen den Alltag. Vor allem bei Frauen wird Autismus aufgrund veralteter Diagnostikinstrumente, unerkanntem Masking und Vorurteilen häufig fälschlicherweise ausgeschlossen.

Meine Schwerpunkte in der Beratung:

Ich vertrete einen neurodiversitätsorientierten Ansatz, der Autismus als eine natürliche Variation menschlicher Neurologie versteht, ohne dabei die realen Herausforderungen und Schwierigkeiten zu negieren, die das Leben im Autismus-Spektrum mit sich bringen kann. Autismus kann mit erheblichen Einschränkungen einhergehen in einer Welt, die nicht auf neurodivergente Bedürfnisse ausgerichtet ist. Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Wege zu finden, wie Sie Ihre individuellen Stärken nutzen und gleichzeitig mit den Herausforderungen umgehen können, denen Sie begegnen.


Zusätzlich unterstütze ich Sie beim Unmasking, dem schrittweisen Abbau von erlernten Verhaltensweisen, die darauf abzielen, autistische Merkmale zu verbergen, um den Erwartungen einer mehrheitlich neurotypischen Gesellschaft zu entsprechen. Dieses Masking kann auf Dauer zu erheblichem Stress, Erschöpfung und Burnout führen. Beim Unmasking geht es darum, sich authentischer zu  verhalten und sich selbst mit den individuellen Stärken und Schwächen zu akzeptieren, was langfristig zu mehr psychischem Wohlbefinden führt.


Als spätdiagnostizierte Autistin mit ADHS und kognitiver Hochbegabung kenne ich die  Herausforderungen, die sich aus der Kombination dieser neurologischen Unterschiede ergeben können. Diese persönlichen Erfahrungen, zusammen mit meinem Studium der Psychologie (M.Sc.), bilden die Grundlage meiner Arbeit.


Ivonne Fernández y González, Psychologin M.Sc.

Referenzen

Als Psychologin und Autistin liegen meine Interessen- und Forschungsschwerpunkte seit 2017 auf den Themen Autismus, Ableismus und Neurodiversität. Am Ende dieses Abschnitts finden Sie zwei Vorträge von mir zu diesen Themen. Zur Zeit arbeite ich an meinem ersten Sachbuch.


Zusätzlich bin ich  ehrenamtlich als Vorstand beim Verein NeuroDivers e.V. aktiv, der die Interessen autistischer Menschen in Unterfranken vertritt. Für den Verein konzipiere ich Informationsveranstaltungen sowie Freizeit- und Beratungsangebote für autistische Menschen, Angehörige und Fachkräfte. Seit 2012 bin ich zudem in der kulturellen und Erwachsenenbildung tätig.

Vortrag:

"Autismus und Neurodiversität"

Interview:

"Neurodiversität im Marketing"

Handout zum Vortrag:

"Autismus bei Frauen -

Zwischen sozialer Anpassung,

Erschöpfung und Gewaltgefährdung"

Vortrag:

"Leben in einer nichtautistischen Umwelt"

Interview:

"Barrieren in der Gesellschaft"

Handout zum Vortrag:

"Autismus -

Barrieren erkennen und vorbeugen"

Kontaktieren Sie mich gerne bei Fragen oder zur Terminvereinbarung:

Ivonne Fernández y González, Psychologin M.Sc.

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